Warum Weißmehl gerade für uns so gefährlich ist

Dass Weißmehl nicht gerade zu den gesündesten Zutaten in unseren Lebensmitteln gehört, ist allseits bekannt. Aber warum wird das Thema gerade hierzulande so heftig diskutiert und hat einen so hohen Stellenwert im der Ernährung?

Das Thema hat beinahe schon Kultur

Zunächst sollte geklärt werden, wer generell mit „uns“ gemeint ist. Die Deutschen, alle Deutschsprachigen (D, A, CH, L), eher mehr die europäischen Brotesser-Kulturen, denn in Ländern, in denen Brot nicht als Grundnahrungsmittel Nr.1, ganz oben auf der Liste der täglichen Ernährung steht, sind eher nicht so schwer davon betroffen. Denken wir z. B. an die Franzosen mit ihrem Baguette, stellen wir fest, dass in Frankreich außer Baguette nicht wirklich viel Weißbrot gegessen wird und schon gar nicht so viel. Das sieht bei „Profi-Brotessern“ anders aus. Sie sind es größtenteils gewohnt, Brot oder Teigwaren über den ganzen Tag zu essen. Morgens, mittags, abends zu den Mahlzeiten und dann noch tagsüber in Form von Keksen oder anderen Leckereien. Beim Fernsehen noch Salzbrezeln, -stangen und anderes Knabberzeug auf Weißmehlbasis. Das ist schlichtweg zu viel.

Was ist eigentlich das Problem beim Weißmehl?

Nun, Weißmehl ist ein Auszugsmehl, bei dessen Herstellung die wertvollen Vollkornanteile mit all ihren Mineralien und Vitaminen verlorengehen. Das Endprodukt ist fast ausschließlich die Stärke des Mehls, die sehr schnell in unserem Körper in Zucker, also Energie, umgewandelt wird. Der schnell erhöhte Blutzuckerspiegel baut sich allerdings ebenso schnell auch wieder ab, was dazu führt, dass man schnell wieder Hunger bekommt und letztendlich viel zu viel isst. Die Kette danach ist bekannt: Übergewicht, Diabetes, Bluthochdruck, usw.

Was kann man dagegen tun

Leider sehr wenig, denn der Anteil an billigen Weißmehl-Produkten nimmt zu. Fastfood-Ketten mit ihren Produkten dehnen sich immer weiter aus und wer dagegen konkurrieren will, dem bleiben auch nur billige Zutaten übrig. Vollkorn- und Vollwert-Backwaren werden zum einen immer seltener und zum anderen immer teurer. Wer Ausgaben und Weg nicht scheut – perfekt. Ansonsten einfach auf andere Nahrung umsteigen und weg von zu viel Weißmehlkonsum.

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