Medizin: Jeder sollte dazu seine eigene Meinung haben

Wir machen uns über ernsthafte Krankheiten meist weniger Sorgen, bis wir sie selbst haben. Das ist auf der einen Seite sehr gut, weil wir uns dadurch nicht ständig mit Negativem belasten, auf der anderen Seite aber auch schlecht, weil ernste Krankheiten meist eine lange Vorgeschichte haben, die sich nicht mal eben zurückdrehen lässt. Wer sich gesund und ausgewogen ernährt, seinen Körper wenig bis kaum mit Giftstoffen kontaminiert, schafft sich beste Voraussetzungen, schwere Herz-Kreislauf-, Krebs- oder andere Organkrankheiten zu vermeiden. Blicken wir aber insgesamt auf den medizinisch-pharmazeutischen Komplex, stellen wir ein paar seltsame Phänomene fest.

Immer mehr Krankheiten und Medikamente

Medien, Werbung und moderne Ernährungswissenschaften bestärken uns täglich in unserem Glauben, dass wir uns mit all den neuen, vermeintlich besseren Lebensmitteln immer besser und gesünder ernähren. Auf der anderen Seite feiert aber die Pharmaindustrie jährlich Rekordgewinne und Gewinnzuwachsraten von über 10 %. Parallel zum Medikamentenkonsum steigt allerdings auch die statistische Anzahl von Personen mit schweren Erkrankungen. Die Meldungen von immer mehr Herz-, Kreislauf- und Krebstoten sind unübersehbar. Da die deutsche Bevölkerung seit der Wiedervereinigung aber mehr oder weniger bei 80 Millionen liegt, kann es jedenfalls kein demografisches Wachstum sein. Die Menschen werden im Schnitt älter, sind dabei aber offensichtlich immer kränker, eine seltsame Korrelation.

Das medizinische Paradoxon

Alle Ärzte und Apotheker haben in ihrem Berufsstatus so etwas wie ein eingebautes Paradoxon, dass allgemein von der Gesellschaft stillschweigend akzeptiert wird. Auf der einen Seite geben sie vor, Menschen helfen und heilen zu wollen, auf der anderen Seite brauchen sie aber immer mehr Patienten, also Kranke, denn nur von denen leben sie. Genau darum gibt es immer mehr Ärzte, Apotheker und Kranke. Wenn Ärzte und Apotheker dafür sorgen würden, dass alle Menschen unterm Strich gesünder wären, würden sie ihr eigenes Geschäft und ihre Kundschaft ruinieren.

Das sollte uns ermutigen, unsere Gesundheit mit einem gesunden Lebensstil selbst in die Hand zu nehmen. Essen wir lieber jeden Tag einen Apfel, statt zu philosophieren, was von beiden besser ist.

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