Die ewige Frage: Wie viele Mahlzeiten am Tag?

Der gute, alte Spruch „In der Frühe wie ein König, zu Mittag wie ein Kaiser und abends wie ein Bettler“, dürfte jedem bekannt sein. Er kommt aus einer Zeit, in der Menschen üblicherweise den ganzen Tag hart auf dem Feld, im Wald oder in Minen arbeiteten und, wenn überhaupt, nur 40 Jahre alt wurden. Dieser Spruch ist also eher nicht mehr so ganz zeitgemäß. Richtig ist natürlich, dass man sich gemäß seines Energiebedarfs ernähren sollte, denn wer über den Tag mehr Kalorien verbraucht, braucht auch mehr – logisch. Abends sollte man generell nicht so viel und spät essen, sofern man daran nicht gewöhnt ist. Fast alle Spanier z. B. gehen oft erst um 22 Uhr essen. Dass ganz Spanien deswegen Gesundheitsprobleme hätte, wäre zumindest eine ganz neue Erkenntnis.

Was lehrt uns die Geschichte?

Was die Anzahl der Mahlzeiten angeht, hängt mit Sicherheit damit zusammen, was man isst und welche Vorgeschichte das persönliche Ernährungsverhalten hat. So sind Menschen, die 100 Jahre alt werden wohl eher nicht mit vier, fünf oder sechs Mahlzeiten pro Tag durch ihr Leben gegangen, sondern einfach mit drei. Die Diskussion über die Anzahl der Mahlzeiten gibt es nämlich noch nicht so lange. Der Mensch mit seinem biochemischen Organismus, der auf Stoffwechsel basiert, hat auch gewisse individuelle Vorlieben und Gewohnheiten. Diese herauszufinden erscheint wesentlich sinnvoller zu sein, als sich in bestimmte Schemata zu zwängen, die evtl. gar nicht zu einem passen, obwohl andere Leute davon schwärmen.

Hör auf deinen Körper und deine innere Uhr

Wer morgens kaum Hunger hat, sollte am Morgen auch nicht viel essen, denn offensichtlich braucht sein Körper Zeit, um in Gang zu kommen. Vielleicht eine Art Langschläfer-Metabolismus. Im Sommer haben wir oft keinen Hunger. Was spräche dagegen, das Essen zu lassen? Gar nichts! Wenn einem bestimmte Lebensmittel keinen Genuss bereiten, sollte man sie tunlichst weglassen.

Jeder Mensch sollte sich beobachten und sich die nötige Zeit nehmen, seinen eigenen Rhythmus zu finden. Das ist allemal besser als die Sprüche anderer.

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